Firmengeschichte

Die Gründung

Am 21. Juli 1900 wird das erste Mosbacher Elektrizitätswerk eröffnet und damit die Stadtwerke Mosbach gegründet. Konservative Kreise in Mosbach sprechen sich seinerzeit lautstark gegen die Einführung einer elektrischen Straßenbeleuchtung aus. Doch es kommt die Zeit der elektrischen Energie. Die Stromleistung der Stadtwerke Mosbach liegt heute tausendfach höher als zu Zeiten Kaiser Wilhelms.

Effizienz steigern

Orientiert am Bedarf wird die Versorgungskapazität für Mosbach immer wieder erweitert. Alternative Gewinnungsformen – Wasserkraft, Photovoltaik, Wind – werden untersucht und, wo sinnvoll, angewendet. Auch effiziente Blockheizkraftwerks-Technik (BHKW) gehört heute zum häufig eingesetzten Standard bei den Stadtwerken Mosbach. Wirkungsgrade von bis zu 80 Prozent durch Kraft-Wärme-Kopplung sprechen für sich.

Partnerschaft

Die Stadtwerke Mosbach setzen auf Partnerschaft mit den Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Betriebsführung beim Trinkwasser zum Beispiel haben die Stadtwerke für Limbach, Schefflenz, Fahrenbach, Neckarzimmern, Mosbach, Waldbrunn und Elztal übernommen und versorgen so jeden dritten Bürger im Landkreis mit Trinkwasser. In der Odenwald-Netzgesellschaft organisieren die Stadtwerke gemeinsam mit den Gemeinden Elztal und Schefflenz den Netzbetrieb im Vorderen Odenwald. In der Elz-Neckar GmbH gilt gleiches mit Partnern wie Obrigheim, Neckarzimmern und Binau für das Neckartal. In der Odenwald-Netzgesellschaft organisieren die Stadtwerke als Pächter den Netzbetrieb im Vorderen Odenwald. In der Elz-Neckar GmbH gilt gleiches mit Partnern wie Obrigheim, Neckarzimmern und Binau für das Neckartal.

Die Geschichte der Stadtwerke Mosbach – Stromversorgung

1891-1896
Die Stadt Mosbach beteiligt sich erstmals an einem Wasserkraftwerk am Neckar bei Neckarzimmern. Die gewonnene Energie wird nach Mosbach übertragen und vornehmlich in Gewerbebetrieben und bei der Beleuchtung verwendet.

ab 1897
In Mosbach beginnt die Diskussion über die Einführung der Elektrizität. Vor allem bei der Frage über Sinn oder Unsinn elektrischer Straßenlaternen scheiden sich die Geister.

1898
Die Stadt Mosbach einigt sich mit der „Gesellschaft für elektrische Industrie“ auf einen Versorgungsvertrag mit Elektrizität.

1900
Bau des ersten Mosbacher Elektrizitätswerks; Baukosten: 225.000 Reichsmark.

21.07.1900
Feierliche Eröffnung des ersten Mosbacher Elektrizitätswerks.

1908
Die Elektrizitätswerke Körting kaufen das Mosbacher Werk zum Preis von 175.000 Reichsmark.

1920
Das Werk geht wieder in den Besitz der Stadt Mosbach über.

1930
Abschluss eines Stromliefervertrages zwischen der Stadt Mosbach und der Badischen Elektrizitätsversorgungs AG in Karlsruhe (kurz: Badenwerk); Leistung: 250 Kilowatt.

1944
Erhöhung des Stromliefervertrags mit dem Badenwerk auf 370 Kilowatt.

1952
Neuer Stromvertrag zwischen den Stadtwerken Mosbach und dem Badenwerk Karlsruhe; Leistung: 1000 Kilowatt.

1953
Abschluss der Umstellung im Stadtgebiet Mosbach von Gleichstrom auf Wechselstrom.

1963
Übernahme der Stromversorgungsanlagen in den Stadtteilen Nüstenbach und Bergfeld; außerdem Ankauf der Anlagen Panoramaweg und ÖTV-Schule.

1964
Neuer Stromvertrag zwischen Stadtwerken Mosbach und dem Badenwerk Karlsruhe; Leistung: 5000 Kilowatt.

1972
Einweihung der Umspannanlage „Wolfsgraben“

1973
Neuer Stromvertrag zwischen Stadtwerken Mosbach und dem Badenwerk Karlsruhe; Leistung: 10.445 Kilowatt; Übernahme der Firma Gmeinder durch die Stadtwerke Mosbach, die als Großkunde bis zu diesem Zeitpunkt vom Badenwerk direkt versorgt wurden.

1985
Beitritt der Stadtwerke Mosbach zum Zweckverband Badischer Elektrizitätswerke.

1986
Übernahme der Stromnetze in den Stadtteilen Lohrbach, Reichenbuch und Sattelbach; Erhöhung des Vertrags mit dem Badenwerk; neue Leistung: 13.730 Kilowatt.

1995
Übernahme der Stromnetze in den Stadtteilen Diedesheim und Neckarelz.

1998
Öffnung des Strommarkts in der Bundesrepublik.

2000
Bezugsvertrag zwischen Stadtwerken Mosbach und Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW).

2006
Eröffnung der ersten Erdgastankstelle. Eine weitere folgt im Jahr 2016.

2007
Eröffnung einer Biogasanlage in Verbindung mit einem landwirtschaftlichen Betrieb zur Verwertung der Wärme in der Waldstadt.

2008
Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom ohne Mehrpreis.

2010
Gründung Odenwald-Netzgesellschaft gemeinsam mit den Gemeinden Elztal und Schefflenz. Die Stadtwerke sind Pächter der ONG.

2011
Eröffnung der ersten Ladesäule für E-Fahrräder als erster Schritt in die E-Mobilität.
Außerdem ab 2011: Betriebsführungen bei der Straßenbeleuchtung u.a. in Binau, Obrigheim, Elztal und Schefflenz.

2012
Gründung Elz-Neckar GmbH gemeinsam mit Obrigheim, Neckarzimmern, Binau und einem weiteren Energieversorgungsunternehmen.

2016
Eröffnung der ersten Ladesäule für E-Autos.

2018
Investitionsentscheidung zur Beteiligung am Projekt Trianel Windpark Borkum II. Mit der gezeichneten Leistung von 1,15 MW können ca. 1.300 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

2019
Aufbau der Windkraftanlagen am TWB II seit April. Inbetriebnahme im Herbst 2019.
Aufbau W-LAN-Netz in der Mosbacher Innenstadt gemeinsam mit der Werbegemeinschaft mosbach aktiv.

Die Geschichte der Stadtwerke Mosbach – Gasversorgung

seit 1927
Diskussion über Einführung einer zentralen Gasversorgung im Elz-Neckar-Raum.

1979
Aufbau der Erdgasversorgung im Bereich der Stadtwerke Mosbach.

1980
Abschluss des Erdgaslieferungsvertrags mit den Stadtwerken Heilbronn.

1981
Aufnahme der Gasversorgung.

1982
Bereitstellung der Erdgasversorgung auch für Obrigheim.

1993
Inbetriebnahme der Erdgasversorgung Elztal.

1994
Inbetriebnahme der Erdgasversorgung Haßmersheim.

2000
20 Jahre Erdgasversorgung der Stadtwerke Mosbach.

2001
Abschluss des Erdgasliefervertrags mit der BASF-Tochter Wingas.

2002 – 2012

Netzausbau bis zum Ringschluss. Übernahme Betriebsführung Neckarzimmern und Hüffenhardt.

Die Geschichte der Stadtwerke Mosbach – Wasserversorgung

bis 1871
Wasserversorgung durch Brunnen und Quellen.

1872
Aufbau der ersten zentralen Wasserversorgung; insgesamt sechs Quellen bei Neckarburken werden zusammengefasst und nach Mosbach geleitet.

1905
Erschließung drei weiterer Brunnen bei Lohrbach.

1906
Erste Filteranlage für Brunnenwasser.

1913
Drei neue Brunnen nahe den Johannes-Anstalten.

1935
Bau des Freibades Mosbach; gleichzeitige Erschließung eines Brunnens.

1963
Umbau der gesamten Mosbacher Wasserversorgung: Erstellung neuer Hochbehälter zur Bedarfsdeckung auch im Hochsommer.

1970
Beitritt der Stadtwerke Mosbach zum Zweckverband Wasserversorgung Rheintal.

1973
Übernahme der Wasserversorgung in Reichenbuch und Sattelbach.

1976
Übernahme der Wasserversorgung in Neckarelz/Diedesheim.

1992-1998
Automatisierung der gesamten Wasserversorgung im Bereich der Stadtwerke Mosbach; Einbau eines modernen Systems zur Störungssuche; Fehler werden per Computer sofort lokalisiert.

2000 – 2011

Übernahme der Betriebsführungen in Elztal, Neckarzimmern, Schefflenz, Fahrenbach und Limbach.

2012

Übernahme der Betriebsführung in Waldbrunn.

Die Geschichte der Stadtwerke Mosbach – Fernwärme

1963
Im Stadtteil Waldstadt wird die Fernwärmeversorgung für Wohnhäuser aufgebaut. Die Saarberg Fernwärme Saarbrücken erhält den Auftrag zum Bau und Betrieb des Netzes.

1992
Übernahme des Netzes von der Saarberg Fernwärme und Umbau des Heizkraftwerkes auf den neuen Stand.

1993

Bau einer Fernwärme-Zentrale an den Justizgebäuden Mosbach. Versorgung der Polizeidirektion, Amts- und Landgericht sowie Vermessungsamt und Staatsanwaltschaft.

1995/1996
Versorgung des Schulzentrums Katzenhorn mit Fernwärme. Pestalozzi- Realschule, Ludwig-Erhard-Schule und Nikolaus-Kistner-Gymnasium erhalten ein eigenes Heizkraftwerk, das ökologisch Höchstanforderungen standhält.